Reservat "Feld"

Teichbau Oktober 06

Der alte Weiher füllte sich nur mit Wasser, wenn dauernd ein Zufluss lief, der neue Weiher wurde dadurch aber stark mit Schlamm und Dünger angereichert. Deshalb entschlossen wir uns, den alten Weiher zu sanieren. Im Oktober 06 konnten wir einen Weiher bauen, der mit einer Folie abgedichtet und mit Lehm ausgekleidet wurde. Jetzt sind im Reservat drei Wasserflächen zu sehen. Der Weiher vom Jahr 2000, dann östlich davon der neue Weiher und gleich daneben der kleine Resttümpel vom alten Teich, der auf dem noch vorhandenen Betonboden des alten Weihers entstand. Wir erhoffen uns eine etwas weniger aufwändige Pflege, weil jetzt nur noch Dachwasser vom ehemaligen Kraftwerk hinein fliesst. Die Weiher werden dadurch weniger mit Schlamm aufgefüllt und weniger gedüngt. Wenn die Weiher nicht mehr regelmässig vom Bachwasser durchflossen werden, wird sich das Wasser besser erwärmen, was sich auf Amphibien und Libellen positiv auswirken sollte.

Die ehemalige Schotterfläche wurde im südlichen Teil von Pflanzen befreit, damit Pionierpflanzen sich neu entwickeln können.

Bilder vom Teichbau

Aushub

Betonboden des alten Teiches, hier entstand ein Tümpel

Sand verteilen

Folie aus Kautschuk wird verlegt

Mit Lehm ausgekleidet

Wasser einfüllen

Teich ist voll

Die beiden neuen Teiche

Schotterfläche von Pflanzen befreit

In wenigen Jahren wird sie wieder so aussehen

Bilder vom Reservatstag Juni 03

 

Weitere Bilder 03

 

Was geschah vor 2003?

Links fliesst das Bächlein in den neu erstellten Teich.

 

Rechts ein mit Steinen erstellter Unterschlupf für Reptilien.

 

Entstehung

Im heutigen Reservat Feld wurde bis ca. 1930 Kies abgebaut. Dann wurde dort Bauschutt abgelagert. Weil das nicht besonders schön aussah, entschloss sich Paul Steiner von der Firma Steiner Mühlen Malters, den Bauschutt mit Humus zu überdecken und ein Natur-Reservat zu erstellen. Er liess einen Weiher bauen und pflanzte viele Sträucher und Bäume. Zuerst hatte das Gebiet einen parkähnlichen Zustand, mit der Zeit verwaldete es zusehends. Die Pflege des Gebiets beschränkte sich in den letzten Jahren vorwiegend auf das Mähen des Schilfes im Teich und das Betreuen der Nistkästen.

Bedeutung

Dem Reservat kommt als Auen-Ersatzlebensraum grosse Bedeutung zu. Neben den Wasserflächen sind Kies- und Sandflächen, Gebüsch und Waldvegetation wie auch Kleinstrukturen als Unterschlupf für Kleinlebewesen wie Ringelnattern, Echsen, Mäuse, Siebenschläfer, Igel usw. von Bedeutung.

Dieser Teich wurde im April 01 ausgehoben und abgedichtet. Er wird von einem kleinen Bächlein durchflossen. Er dient als Lebensraum für Tiere, die gerne in neu entstandenen stehenden Gewässern mit wenig Planzenbewuchs leben.

Weil der Dorfbach zwischen alten Mauern etwa 2 Meter tiefer liegt als das Reservat, musste hier ein schiefer Aufgang für Tiere (Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien) geschaffen werden.

Für Reptilien wurden zwei solche Brutplätze aus Schilf und kleinen Ästen aufgeschichtet.

Gestaltungs- und Pflegekonzept 1999

Durch die Stillegung des Kraftwerks und die Neugestaltung des Mühlekanals in einen Bach im Jahre 1998 ging das Reservat in den Besitz des Kantons über. Frau Beatrice Lüscher als Praktikantin im Amt für Natur- und Landschaftsschutz erarbeitete ein neues Konzept mit dem Ziel, die Vielfältigkeit des Reservats zu erhöhen.

Dieser Gestaltung- und Pflegeplan wurde 1999 im Auftrag des Amt für Natur und Landschaftsschutz des Kt. Luzern von Frau Lüscher erstellt.

So sah die im Februar 01 erstellte Schotterfläche nach 6 Monaten aus.

 

Kleiber

Fotograf: Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

Buntspecht

Gartenbaumläufer

Im Reservat leben einige Vogelarten, Grasfrösche, Bergmolche, Ringelnattern, Zauneidechsen, Siebenschläfer, verschiedene Mäuse, Marder und einige Libellenarten.

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