
Grosser Abendsegler
Frau Monika Lachat ist verheiratet und hat 2 Kinder im Alter von 12 und 16 Jahren. Sie wohnt in Emmenbrücke, hat seit 1984 zusammen mit ihrem Mann eine Autogarage in Malters (Fluck Garage). Malters ist ihr also bestens bekannt. Sie interessiert sich für alle Beobachtungen von Fledermäusen und ist auch behilflich, wenn jemand mit diesen interessanten nachtaktiven Tieren nicht zurechtkommt. Sie betreut auch die Kolonie der Grossen Mausohren im Kirchenestrich.
Ihre Adresse:
Monika Lachat
Untere Wiese 16
6020 Emmenbrücke
041 280 88 59
079 299 02 32
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Die ganze Umbauphase im Jahr 2001 – insbesondere im Kirchendach – wurde vom Fledermausschutz begleitet. Mit der Baukommission wurde vereinbart, erst nach dem Wegzug der letzten Tiere mit dem Umbau zu beginnen. Einzelne, späte Grosse Mausohren wurden trotzdem noch aufgestöbert und weggescheucht. Absolut interessant war, dass erstmals auch die Anwesenheit einer weiteren Art nachgewiesen werden konnte: das Braune Langohr.
Beim Umbau des Daches wurde auf folgendes geachtet:
uw. Die Zählung der Fledermäuse im hohen Kirchenestrich ist eine Sache für sich. Die Tiere hängen im Normalfall im Giebelbereich, ca. 10 Meter über Boden. Ist die Witterung kühl, drängen sich die Tiere –Alte wie Junge– dicht aneinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Sogar mit einem guten Feldstecher und einer Handlampe wird da das Zählen recht schwierig. So viele Ohren, Nasen, Flügel sind zu berücksichtigen. Zu guter letzt kommt noch die Schwierigkeit dazu: Alle Tiere sind in Bewegung, klettern hin und her, spannen die Flügel. Besser geht das Zählen, wenn draussen die Sonne scheint: die Temperatur steigt dann im Estrich auf 30 bis 35°C an und die Tiere hängen verstreut im Giebel. Der Abstand, den die Tiere einhalten, erleichtert das Zählen. Nun gilt es, die besetzten Stellen nacheinander abzusuchen und zu zählen.
Hier noch die Gesamtzahlen der letzten Jahre unserer Wochenstube:
Jahr Weibchen Junge total
2002
80
53
133 zusätzlich 3 bis 4 Männchen
2003
130
75
230
zusätzlich 3 bis 4 Männchen
2004
120
80 (davon 59 tot) 200
2005
130
100
230
2006: Im Mai waren noch 130 Weibchen anwesend, Ende Juni (nach einer
Schlechtwetterperiode) waren noch 30 Weibchen anwesend. Im August waren dann
wieder 40 Weibchen mit 40 Jungen zu finden.

Mausohr Männchen leben einzeln und verstecken sich oft in den Löchern, wo die Balken zusammengesetzt sind. Foto: WB

Am 13. Januar 2003 stiess die Familie Bucher, Brunauerhof, beim Aufladen von Holzschnitzeln auf mehrere Fledermäuse und informierte umgehend den lokalen Fledermausschutz (Ueli Wicki). Durch die vorangehende Warmwetter-Periode sind die Tiere wahrscheinlich aufgeweckt worden und haben diesen neuen Unterschlupf gewählt. Es handelte sich um 8 Kleine Abendsegler und um 19 Rauhhaut-Fledermäuse. Die Tiere wurden zur kantonalen Fledermaus-Expertin nach Adligenswil gebracht. Diese untersuchte alle Tiere und stellte starke Abmagerungen, jedoch keine Verletzungen, fest. Die Tiere wurden darauf gefüttert, bis die Fettreserven für eine erneute Einwinterung (der Kälte aussetzen) genügten. Im Frühling werden sie wieder der Natur übergeben. Ohne die aufmerksame Mithilfe der Familie Bucher wären diese Tiere wohl alle zu Grunde gegangen.